Autor: Katja "Weißi" Weiße Erstellt: 8. März 2010 00:00 ; zuletzt bearbeitet: 8. März 2010 15:41
Status quo: Furiose erste Saisonhälfte, in der mehrere Favoriten ihre Punkte beim Aufsteiger aus Leipzig unverhofft (kam oft!) lassen mussten und sich die neuen Wilden nicht als einfacher Punktlieferant erwiesen. Knapp 3 Monate später fragte man sich beim Einspielen wie man damals die groß gewachsenen Erfurterinnen mit 3:2 schlagen konnte. Trotz des deutlichen Ergebnisses von 3:0 im gestrigen Rückspiel war allerdings während des Spieles deutlich zu erkennen warum.
Das Erfolgsrezept aus dem Hinspiel stand diesmal wieder auf dem Kochplan. Unverkrampft, befreit aufspielen gegen einen schonfeststehenden Regionalmeister 2009/2010, abwechslungsreiches Angriffspiel, seine Stärken ausspielen, die (wenigen) Schwächen des Gegners nutzen und auf das nötige Quäntchen Glück hoffen.
Zu Beginn lief auch alles nach Plan. Das verkrampfte und für uns gar nicht typische kampflose Spiel der Vorwoche war vergessen. Jeder Ball war hart umkämpft und die Leipziger Gummiwand machte ihrem Namen wieder alle Ehre. Belohnt wurden die Feichtingerinnen mit jedem einzelnen Punkt und der Gewissheit, damals im Hinspiel keine Eintagsfliege gewesen zu sein. Man konnte nicht nur gut mithalten, sondern die bereits Bundesliga-Luft schnuppernden Erfurterinnen immer wieder in ihre Schranken weisen. Zunächst noch zögerlich - als traue man sich nicht an den Gegnern vorbei -ging der erste Satz mit 25:19 an Erfurt.
Im zweiten Satz konnten die Mädels vom SSC Leipzig richtig auftrumpfen, das Risiko im Aufschlag (Krisse)brachte die gegnerische Abwehr immer mehr ins Wanken und sorgte für Bewegung auf dem Leipziger Punktekonto. Trotz geschlossener Mannschaftsleistung und sehenswerten Aktionen am Netz und in der Feldverteidigung konnte jedoch die zwischenzeitliche 7-Punkte-Führung nicht ins Ziel gerettet werden. Erfurt zog letztlich souverän an den Gastgeberinnen vorbei und entschied den zweiten Satz mit 25:23 für sich.
Durchgang drei gestaltete sich ziemlich eindeutig, enttäuscht nicht für die Leistung aus dem vorhergehenden Satz mit einem Satzgewinn belohnt worden zu sein, wackelten nun die Annahme und die eigenen Nerven. Mit 4:15 lag man zurück, kämpfte sich jedoch wieder ein paar Pünktchen heran. Dennoch reichte die vermeintliche Aufholjagd aufgrund des schier uneinholbaren Vorsprungs am Ende nicht (25:12) und der Tabellenführer aus Thüringens Landeshauptstadt konnte die Schmach aus dem Hinspiel in eigener Halle wieder wett machen. Schade, die Mädels um Trainer Lutz Feichtinger hätten gern noch ein Sätzchen gespielt um zu gucken, ob da nicht doch noch was möglich gewesen wäre...
Tja, die Formkurve geht nach oben, das TSV-Tief auf dem Volleyballradar scheint von der spielerischen Seite und der Einstellung her überwunden zu sein. Nächstes Wochenende geht's nochmal um die Wurst: Gegen Gera und Reichenbach soll die vermisste Lockerheit und der Spaß am Spiel den nötigen Erfolg bringen. Gera zeigte trotz des klaren 0:3 gegen Lok Engelsdorf ein starkes Spiel, überließ keinen Ball kampflos dem Gegner. Auch Reichenbach sorgte mit dem Satzgewinn gegen den das Feld von Hinten aufholenden Dresdner SC für Aufsehen. Es wird also spannend werden!!

