Autor: Tanja Erstellt: 1. März 2010 10:03 ; zuletzt bearbeitet: 1. März 2010 15:18
Neben dem regulären Punktspielbetrieb hatten sich die Lok-Mädels bis dato auch im Pokal erfolgreich präsentiert. Nun stand man im Halbfinale gegen die Vereinskolleginnen der Sachsenliga Lok 2 und wusste, dass es hier ausnahmsweise nicht darum ging zu gewinnen, sondern den Gegner wenigstens zu ärgern. Leider wie immer nicht vollständig, mussten wir auf Katja und Gitte auf der MB-Position verzichten und ebenso auf Lena im Diagonalangriff. Dafür kehrte Yvonne nach monatelanger Verletzungspause zurück.
Bereits im Einschlagen wurde uns bewusst, dass uns heut die Bälle durchaus um die Ohren fliegen könnten. Lothar erinnerte uns nochmals daran frisch, frei und fröhlich (fff) zu spielen und vor allem im Aufschlag Druck zu machen.
Und los gings: der erste Satz begann mit gehörigen Respekt unsererseits. Wir ließen uns zu wenig einfallen und überließen einfache Punkte dem Gegner. Doch nach einer erneut eindringlichen Ansage von Lothar einfach mal zu spielen, schienen wir aufzuwachen. Wir trauten uns mehr zu und machten vor allem im Aufschlag mehr Druck, was die Lok2-Mädes gehörig ins Wanken brachte. Auch unsere Angriffe fanden vermehrt den Weg aufs gegnerische Parkett und so erkämpften wir uns Punkt für Punkt zum sensationellen 25:22 Satzgewinn.
Eigentlich war damit unser Ziel schon erreicht - den Sachsenligisten ein bisschen ärgern und sich als Gegner würdig zeigen. Doch langsam dämmert uns, dass wir keine unlösbare Aufgaben zu bewältigen hatten und der Kampfgeist loderte auf.
Im zweiten Durchgang zeigten wir uns ebenfalls lange auf Augenhöhe. Doch die Angreiferinnen von Lok2 wussten unseren, nicht allzu gut stehenden Block auszunutzen und fanden immer besser ins Spiel. Irgendwie bekamen wir sie nicht zu fassen. Dazu kamen noch eigene Unsicherheiten und so mussten wir diesen Satz mit 21:25 abgeben.
Der nächste Satz war durch unseren wiedererwachten Kampfgeist gezeichnet. Jede gab alles und man erkämpfte sich in Annahme und Abwehr jeden Punkt. Gezielte Aufschläge von Tani und Großi machten es dem Landesligisten schwer ihr Spiel aufzubauen. Im Angriff kamen Bianca und Mull immer besser ins Spiel. Durch die nun gut stehende Annahme konnte am Netz wieder fröhlich kombiniert werden. Letztlich hieß es 25:20 für uns!
Noch ein Satz und die Sensation wäre perfekt. Doch so leicht wollten sich die Lok2-Mädels nicht geschlagen geben. Und so wechselten sie hin und her um die optimale Besetzung zu finden. Lange Zeit sah es so aus als würden wir das Ding durch ziehen, doch es folgte das typische Engelsdorfer -Tief. Unsere Angriffe fanden den Weg nicht mehr ins Feld, unsere Aufschläge waren nicht druckvoll genug oder endeten im Netz und wir machten uns das Leben selbst schwer. Letztlich scheiterten wir an unseren eigenen Fehlern und ließen den Gegner mit einem knappen 26:24 Satzgewinn vorbeiziehen.
Der fünfte Satz begann richtig gut. Schnell führten wir 6:1. Doch dann bekamen wir die Aufschläge von Jana einfach nicht in den Griff und vergaben einen um den anderen Punkt. Das Publikum war nun kaum mehr auf den Sitzen zu halten und wollte uns zum Sieg schreien, doch wir sahen keinen Stich mehr. Erst nach dem Seitenwechsel wachten wir auf und erkämpften uns beim Stand von 14:13 einen Matchball. Das Ende ist schnell erzählt: Wir vergaben den Matchball, erlitten eine böse Fehlentscheidung des Schiedsgerichts und sahen zu wie die Lok2-Damen gewannen.
Es war ein klasse Spiel und beide Seiten haben sich nichts geschenkt. Leider sind wir an unseren eigenen Fehlern gescheitert und vergaben somit den Pokalfinaleinzug. Doch wir haben mit diesem Spiel auch gezeigt was wir, selbst in nicht vollständiger Besetzung können und, dass wir sicher in der Sachsenliga ein Wörtchen mitsprechen könnten, wenn wir irgendwann dürften.
In diesem Sinne heißt es weiter trainieren und besser werden!
Wir wünschen den Lok2-Mädels viel Erfolg im Finale.

