Autor: Leipziger Volkszeitung; Erstellt: 14. November 2009 10:43 ; zuletzt bearbeitet: 14. November 2009 10:50
Hochbauamtsleiter Raimund Krell: Sanierung beginnt nächsten Monat
Die Aufregung um die seit September gesperrte Sporthalle am Engelsdorfer Gymnasium reißt nicht ab. Ortsvorsteher Volker Zocher fürchtet negative Auswirkungen für die Bildungsstätte, da sich Eltern überlegen könnten, ob sie ihre Kinder in einem anderen Gymnasium anmelden.
Hochbauamtsleiter Raimund Krell entschärfte jetzt die Situation und beruhigte den Engelsdorfer Ortschaftsrat. „Wenn alles wie geplant verläuft, werden die Schäden in der Halle im Dezember behoben und ab Januar stünde dann das Objekt für die Schüler und Sportler wieder zur Verfügung."
Der Amtsleiter betonte, dass im Gegensatz zu verbreiteten Gerüchten keine Einsturzgefahr für die 1993 erbaute Drei-Felder-Halle bestanden habe. Indes stellten Gutachter fest, dass Risse in den Deckenbindern aufgetreten seien, die die Statik der Dachkonstruktion beeinträchtigen können. „Aber diese Binder sind allesamt sanierungsfähig", versicherte Krell. Die Gutachter vermuten, dass die Binder damals zu schnell getrocknet worden sind, was schließlich zu den Rissen führte. Die Halle soll nun bis Weihnachten so weit wieder in Ordnung gebracht werden, dass danach Sportbetrieb ohne Einschränkungen möglich ist. In den Sommerferien werde noch die Wärmedämmung in Stand gesetzt und eine Unterhangdecke installiert, die bessere Akustik garantiere.
„Ein Rest Skepsis bleibt trotzdem", erklärte Zocher. „Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum ich als Ortsvorsteher keinen Einblick in das Gutachten erhalte. Ob hier etwas verschwiegen werden soll?" Dies um so mehr, da Zocher vom Schulverwaltungsamt am 4. November eine Mitteilung bekam, in der ausdrücklich steht, dass die Finanzierung des Vorhabens noch nicht geklärt ist und damit weder Anfang noch Ende der Sanierung genannt werden könnten. Außerdem seien die Deckenplatten nicht ballwurfsicher.
Für Schüler des Gymnasiums und Akteure der Engelsdorfer Sportgemeinschaften existieren derzeit nur Notlösungen in Hallen anderer Stadtteile. „Die Volleyball-Frauen von Lok Engelsdorf trifft es besonders hart, da sie gegenwärtig weder Heimvorteil noch vernünftige Trainingsbedingungen haben", bedauerte Zocher.
Günther Gießler
Quelle: http://epaper.lvz-online.de/cgi-bin/eZeitung/ezeitung/index.html?a-e_global-sz_Portal=CIT&a-e_global-sz_Arg=wdb1df856e50f42c355268ecbee12bccd4a8624a4ec
