Autor: Rainer Reißmann; Erstellt: 29. August 2010 05:51 ; zuletzt bearbeitet: 29. August 2010 19:51
Die 9. Auflage des Geraer Sommerturnieres werden die Engelsdorfer Damen in bester Erinnerung behalten. Nach ihrer x-ten Teilnahme konnte das Team am Samstagabend erstmals mit dem Siegerpokal im Auto die Rückreise antreten.
Dabei war für Trainer Zangrando besonders wichtig, dass sich seine Mannschaft diesen Titel durch eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Vorbereitungsturnier in Dresden redlich verdient hatte. Hier nannte er mit der verbesserten Blockarbeit einen Schwerpunkt der vergangenen Trainingswoche. Auch mit der Leistung seiner Mittelblockerinnen zeigte sich Zangrando sehr zufrieden: „Wie sie heute vor allem im Angriffsaufbau ihre taktischen Aufgaben auf dem Spielfeld interpretiert haben, das entspricht schon so ziemlich meinen Erwartungen."
Nach einer eher durchwachsenen Vorrunde, in der nach den absolut unnötigen Satzverlusten gegen Reichenbach und Lichtenstein das Weiterkommen zunächst auf des Messers Schneide stand, zeigten sich die ENGEL nach dreistündiger (!) Spielpause in der Überkreuzrunde gegen Eschwege konzentrations- und angriffsstärker. Die körperlich unterlegenen Hessinnen hatten in keiner Phase dieser Begegnung eine echte Chance gegen den spielfreudigen Regionalligisten.
Nachdem in den Viertelfinals die 2. Mannschaften der Erfurter- und Dresdnerinnen überraschend ihre jeweils ersten Vertretungen ausgeschaltet hatten, mussten sich die Engelsdorferinnen im Halbfinale dem Erfurter Nachwuchs stellen.
Bei nur 2 gespielten Sätzen pro Spiel war nach dem deutlichen 25:14-Erfolg im ersten Durchgang verständlich, dass nach dem 15. Punkt im zweiten, und damit dem Endspieleinzug, die Konzentration auf Seiten des Finalisten wich und diese Satz 2 letztlich noch knapp an die Blumenstädterinnen abgaben.
Die beste Turnierleistung hatten sich die Zangrando-Schützlinge allerdings fürs Finale gegen den Regionalliga-Aufsteiger aus Lichtenstein aufgehoben. Druckvolle Aufschläge störten von Beginn an enorm den Spielaufbau des Liga-Neulings um die Ex-Engelsdorferin Katja Ellwart. Die schnelle 4:0-Führung verteidigten die ENGEL fortan mit erfolgreicher Abwehrarbeit und überlegten Angriffsaktionen.
Auch die Einwechslung von Caro Bilz, dem Lichtensteiner Neuzugang vom Grimmaer Zweitligisten, konnte die rasante Fahrt der Engelsdorfer Lokomotive nicht stoppen. Die mit Abstand auffälligste Akteurin auf des Gegners Seite wurde - anders als noch im Vorrundenspiel - von den Aufschlägern kaum gesucht, sodass sie dem Spiel des Aufsteigers nicht die Impulse geben konnte wie in den Runden zuvor.
Mit dem 2:0 revanchierte sich der Turniersieger für das Unentschieden der Vorrunde und feierte im Anschluss daran völlig zu Recht seine starke geschlossene Mannschaftsleistung und den ersten Titelgewinn nach unzähligen Vizemeisterschaften der Vergangenheit.
Am Sonntag verpassten die ENGEL beim Turnier in Bitterfeld durch eine 1:2-Niederlage im Überkreuzvergleich gegen den TSV 76 Leipzig den Einzug in die Finalrunde. Nach 2 Erfolgen in der Vorrunde gegen Spergau und Oelsnitz verloren die Engelsdorferinnen in der Partie gegen den Ligakonkurrenten aus Grünau nach gewonnenem ersten Satz kurz vor Ende der Begegnung den Spielfaden und damit Satz 2 und 3. Mit Siegen über Staßfurt und erneut Oelsnitz konnte zumindest der 4. Platz gesichert werden. Besonders ärgerlich an der Niederlage war, dass man dadurch 2 weitere Testspiele auf ordentlichem Niveau gegen den Regionalmeister aus Erfurt und den USC Magdeburg verschenkte.
Am kommenden Samstag erwarten die ENGEL ab 10 Uhr in der TH Gymnasium Engelsdorf die Regionalligisten aus Staßfurt, Schönebeck und dem SSC Leipzig sowie die Sachsenligatruppe von Lok II zu einem Blitzturnier, das zugleich den letzten Test vor dem Punktspielstart am 11.9. bedeutet.
