Autor: Jan Zangrando; Erstellt: 5. September 2010 20:05 ; zuletzt bearbeitet: 5. September 2010 20:10
Die erste Runde der diesjährigen Bezirksmeisterschaften der unter Achtzehnjährigen ließ die 1. Lok-Mannschaft eine emotionale Reise zwischen purer Freude und starrem Entsetzen machen.
In den Vorrundenspielen deutete noch nichts darauf hin, dass man an diesem Sonntag noch solche Gefühlsextreme erleben sollte. Die Mannschaften aus Borna (25:6, 25:4), Krostitz (25:7,25:3) und Markkleeberg (25:5,25:6) stellten der Engelsdorfer Auswahlmannschaft keine großen Hürden in den Weg ins Halbfinale.
Dieses musste gegen die eigene Zweite gespielt werden, die sich in dieser Begegnung tapfer zur Wehr setzte. Die favorisierten Mädchen von Lok I zeigten sich von der Spielfreude des Gegners sichtlich überrascht, zumal in den eigenen Reihen wenig zusammenlief. Erst als man jeweils zum Satzende etwas mutiger beim Service war, konnten die entscheidenden Punkte zum 25:18- und 25:17- Sieg erzielt werden.
Da war man gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen...
Gegen Grimma war man im Finalmatch dieser Vorrunde zum ersten Mal an diesem Tag nicht der Favorit.
Dass die Mädchen um die vor dem Turnier vom Team gewählte Spielführerin Tanita Königsheim mit dieser Rolle besser zurecht kamen als mit der Favoritenbürde im Halbfinale, war schnell klar. Die Grimmaerinnen gingen zwar früh in Führung, so richtig absetzen konnten sie sich aber nicht. Die Annahme der Engelsdorferinnen zeigte sich jetzt wieder stabiler und damit verdiente sich auch deren Angriffsspiel wieder seinen Namen. Noch zeigten sich aber die Gäste individuell stärker, noch hatten die kleinen „Engel" nicht zu der mannschaftlichen Geschlossenheit gefunden, die sie später den zweiten Satz gewinnen ließ. Der erste Durchgang ging verdient mit 25:21 an Grimma.
Im nächsten Abschnitt riefen die „Engelchen" dann alles ab, was sie derzeit so drauf haben. Annahme- und abwehrstark beeindruckten sie nun die Gäste, die zudem mit den tollen Lok -Aufschlägen immer weniger zurecht kamen. Darunter litt insbesondere der Grimmaer Angriff, der von der Loksche ein ums andere Mal entschärft werden konnte. Eine Klasse-Leistung krönten die Engelsdorferinnen mit einem überzeugenden Satzgewinn (25:18).
Im entscheidenden Tie-Break geriet man durch eine schlechter werdende Annahme zwar schnell ins Hintertreffen (0:4), gab sich aber nie auf, kämpfte und musste sich am Ende dann doch den wiedererstarkten Gäste geschlagen geben.
Der Sieg der Grimmaer geht in Ordnung. Es war insgesamt ein würdiges Endspiel, das beiden Trainern sicherlich die interessantesten Erkenntnisse dieses ersten Vorrundentages geliefert hatte.
Ein großes Dankeschön gebührt dem Veranstalterteam, insbesondere aber den zahlreichen helfenden Eltern!
