Autor: Ulrike Voß; Erstellt: 28. April 2009 09:03 ; zuletzt bearbeitet: 28. April 2009 09:05
Die Engelsdorferin Ulrike Voß (M.) sieht das Loch zum Angriff - Grimmas Nora Ebert (r.) und Sandra Peter (M. unten) reagieren. Foto: Norman Rembarz (LVZ)
Am vergangenen Samstag kam es in der Engelsdorfer Halle zum Aufeinandertreffen zweier ungleicher Mannschaften. David gegen Goliath oder Lok Engelsdorf II gegen das Bundesliga-team aus Grimma standen sich im Sachsenpokalhalbfinale gegenüber. Trotz sommerlicher Temperaturen ließen es sich über 250 Grimmaer und Engelsdorfer Volleyballbegeisterten nicht nehmen, dem Spektakel beizuwohnen. Und nicht nur der neue Werbepartner Yello Strom elektrisierte die Halle.
Von Beginn an zeigten die Gäste aus Grimma, dass sie sich gegen das Sachsenligateam keine Blöße geben wollten. Mit druckvollen Aufschlägen und harten Angriffsschlägen gingen sie schnell mit 11:6 und 17:8 in Führung. Da das junge Engelsdorfer Team, welches verletzungsbedingt auf Marina Johina verzichten musste, den Respekt noch nicht ablegen konnte, ging der Satz deutlich mit 25:12 an die Mädels aus dem Muldental. Angetrieben vom eigenen Ergeiz und der Erkenntnis, nichts verlieren zu können, drehten die Gastgeberinnen nun richtig auf. Mit mutigen Angriffskombinationen, starker Feldabwehr, platztierten Aufschlägen und einer frechen Spielweise sorgten sie fortan für ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe. Und dieser Funke sprang auch auf die Zuschauer über. DJ Horschi und Hallensprecher Alex liefen zu Höchstformen auf. Fortan kochte die Halle, so dass auch die verbotene Trommelei nicht vermisst wurde. Als Gästetrainer Ondrej Spisak beim Stande von 16:15 für das Engelsdorfer Nachwuchsteam eine Auszeit nehmen musste, feierten die Engelsdorferinnen und ihre Fans. Leider gelang die Überraschung eines Satzgewinnes nicht. Durch erhöhten Druck der Grimmaer Mädels ging der Satz letztendlich mit 20:25 verloren.
Im dritten Durchgang zeigte sich die spielerische Überlegenheit der Gäste, aber einen Unterschied in Kampfgeist, Teammoral und Spaß am Volleyball war nicht zu erkennen. Und trotz der wiederum deutlichen 12:25 Niederlage in Satz 3, feierten Spielerinnen und die Zuschauer den gelungenen Saisonabschluss. Anschließend wurden die beiden Trainer Norman Thomas und Steffen Bischof mit Rosen von ihren Sachsenliga-Mädels in die kurze Sommerpause verabschiedet.
Das Sachsenliga-Team bedankt sich auf diesem Wege recht herzlich bei Christian Beutler und Familie, Ute Ellenberger und den kleinen Nachwuchsmädels, Lothar Möx, Marko Reichel, den Mädels des Talentestützpunktes und allen weiteren Förderern und Helfern für dieses rund um gelungene Saisonhighlight. Dank auch an die vielen und lautstarken Zuschauer für die stimmungsvolle und elektrisierende Atmosphäre. Wir wünschen der sympathischen Mannschaft aus Grimma alles Gute auf dem weiteren Weg und viel Erfolg beim Pokalfinale am 9. Mai in Plauen.
Es spielten alle oder auch: Jana Suswedyk, Christina Heinze, Rita Ketzscher, Josefine Seifert, Sophia Kinne, Lisa Müller, Ulrike Voß, Marie-Louise Jochmann, Marina Johina (von der Bank aus), Juliane Thomas, Tanja Liebert und Bianca Müller
