Autor: Norman Thomas; Erstellt: 11. Mai 2011 19:03
Es ist geschafft. Mit dem 3:1 über den VSV Oelsnitz holten die Damen des SV Lok Engelsdorf II am vergangenen Wochenende den Sparkassencup. Damit sicherten sich die Schützlinge des Trainerteams Norman Thomas und Steffen Bischoff nach dem Gewinn der Meisterschaft in der S-Sachsenliga das so begehrte Double und die endgültig „Weiße Weste" in der Saison 2010/11.
Und bereits in der Vorbereitung auf das Pokalfinale in Zschopau zeigten sich die Engelsdorferinnen motiviert. Nicht nur die guten Trainingsleistungen sondern auch die Bemühungen um einen vollen Fanbus zeigten den Wunsch auf den Sieg im letzten Saisonspiel. Dies sollte sich auszahlen, denn die über 40 Engelsdorfer Fans sorgten in der Zschopauer Sporthalle von Beginn an für gute Pokalstimmung.
Sichtlich nervös begannen beide Teams das Spiel. Dies zeigte sich vor allem darin, dass sich bis zum 4:4 gleich beide Mannschaften je 3 Aufschlagfehler leisteten. Aber die Engelsdorferinnen, die mit Jule Thomas (Rückenprobleme), Annemarie Dossow (Schnittwunde Hand) und Josefine Seifert (Krankheit) gleich auf drei Spielerinnen verzichten mussten, kamen nun immer besser ins Spiel und konnten sich mit 15:11 absetzen. Doch die abwehrstarken Oelsnitzerinnen agierten nun immer mutiger und gingen mit 18:17 in Führung. Nun entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem sich keines der Teams etwas schenkte. Erst beim 22:22 konnten sich die Randleipzigerinnen wieder absetzen und gewannen den 1. Durchgang mit 25:22.
Wer nun dachte, dass die Engelsdorferinnen im zweiten Satz befreiter aufspielen würden, wurde eines besseren belehrt. Zwar gingen sie schnell mit 7:5 in Führung, mussten aber nach dem Ausgleich (8:8) ständig einem Rückstand hinterherrennen. Aber auch dieser Satz sollte für die Zuschauer spannend bleiben. Mit dem 22:22-Ausgleich schien sich für die Engelsdorferinnen das Blatt wieder zu wenden. Da sich nun erneut zu viele Fehler einschlichen, ging der Satz verdient mit 25:22 an die Vogtländerinnen.
Genauso nervenaufreibend wie die beiden ersten Sätze entwickelte sich der 3. Satz. Erneut legalisierten sich beide Teams bis zum 11:11, ehe sich der amtierende Sachsenmeister mit 16:13 absetzen konnte. Mit vielen gelungenen Kombinationen elektrisierten sie nicht nur die Zuschauer, sondern gewannen auch an Selbstvertrauen. Mit dem 25:21-Satzgewinn wuchs der Glaube an den Pokalgewinn.
Dies demonstrierten die Engelsdorferinnen nun auch im vierten Durchgang. Mutige Aufschläge, überlegte Angriffskombinationen,eine stabile Annahme und Abwehr und die verbesserte Blockarbeit sorgten schnell für eine sichere Führung. Über die Stationen 8:4, 12:4, 14:6, 16:10 und 20:11 kamen sie dem so ersehnten Erfolg immer näher. Beim Stande von 24:16 hielt es nun keinen mehr auf den Plätzen. Da sich Oelsnitz aber noch immer nicht aufgab, musste noch bis zum 24:18 gewartet werden, ehe ein Angriff des Gegners im Aus landete. Die Freude kannte nun keine Grenzen mehr. Wild umher hüpfend freuten sich die Mädels ausgiebig, ehe sie sich bei ihrer Fangemeinde bedankten.
Da der Teamsponsor Brandschutzbüro Jürgen Hahn mit dem Sieg rechnete, konnten die Pokalgewinnerinnen ihre neuen T-Shirts mit dem Aufdruck „Sachsenmeister & Sparkassencupsieger 2011" direkt nach dem Spiel überstreifen.
Es spielten: Victoria-Mercedes Funk, Christina Heinze, Tanita Königsheim, Sophia Kinne, Lisa Müller, Ulrike Voß, Marie-Louise Jochmann, Beate Hein, Bianca Müller, Juliane Scheer
Am Spielfeldrand drückten die Daumen: Juliane Thomas, Annemarie Dossow, Josefine Seifert, Physiotherapeutin Janina Ritzrow, Maskottchen Ulf
Ein kleiner Rückblick sei gestattet:
Die Mädels von Lok II absolvierten in der Meisterschaft und im Pokal 22 Spiele und durften am Ende 22 mal Jubeln. 44:00 Punkte und 66:11 Sätze sind auf dem Konto zu verbuchen. Alle sind sich einig: Solch eine Saison schafft man nicht jedes Jahr! Und umso unfassbarer und genialer ist es für alle.
