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Engelsdorfer U18 schmettert sich zum Bezirksmeistertitel

Autor: Franziska; Erstellt: 23. November 2011 07:53 ; zuletzt bearbeitet: 23. November 2011 18:03

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Nach langer Zeit wurden die Mädels der U18 am vergangenen Sonntag wieder einmal vereint. Sonst spielen wir nämlich in insgesamt fünf verschiedenen Mannschaften und hatten nur ein einziges gemeinsames Training (leider mit wenig Beteiligung) im Vorfeld der Bezirksmeisterschaft. 

Nun stand also schon das Finale der U18 gegen unseren Erzrivalen VV Grimma an.

Trotz dieser eher ungünstigen Voraussetzungen stiegen wir mit viel Selbstvertrauen und Begeisterung in die Partie ein. Der 1. Satz lief grandios. Bis auf ein paar Fehler in der Abstimmung passte alles, von der Abwehr bis zum Angriff. Grimma hatte in diesem Auftaktsatz einfach nicht stattgefunden. Allerdings muss aus Gründen der Fairness erwähnt werden, dass einer der beiden Eckelmann-Zwillinge leider verhindert war und Grimma deshalb mit einer geschwächten Mannschaft an den Start gehen musste.

Der zweite Satz verlief ähnlich dem ersten, auch wenn Grimma sich nun Punkt für Punkt steigerte und uns einige Male in Bedrängnis brachte. Doch am Schluss hatten wir die Nase vorn. Normalerweise hätten wir jetzt mit 2:0 gewonnen, doch das Finale als Höhepunkt dieses Turnieres sah drei Gewinnsätze vor. Obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, nun den Sack zuzumachen, wollte im nächsten Durchgang einfach nichts klappen. Die Grimmaerinnen, die jetzt richtig aufdrehten, witterten ihre Chance. Das Finalduell wurde nun zu einem wahren Krimi. Die Stimmung in der Halle hatte ihren Höhepunkt erreicht. Am Ende dieses Durchgangs mussten wir uns - nachdem wir selbst zwei Matchbälle nicht genutzt hatten - dem Gastgeber geschlagen geben.

Der 4. Satz sollte nun - so unser Plan - der letzte und damit für uns siegbringende sein. Doch wir begannen mit einem klassischen Fehlstart. Die starken Grimmaer Aufschläge setzten uns mächtig unter Druck. Mit mutigen Angriffen befreiten wir uns jedoch aus der Umklammerung. Zur Satzmitte waren wir mit Grimma gleichauf und zogen weiter an. Die Mädels aus Grimma ahnten nun, was ihnen bevorstand. Obwohl sie bis zum
Schluss nicht locker ließen, kam ihr Aufbäumen an diesem Tag zu spät. Wir machten fast keine Fehler mehr und bejubelten am Ende ausgiebig unseren Titelgewinn. Und der war alles andere als unverdient. Wir hatten mutig und variabel, besonders über die Mitte, gespielt. Nicht nur Meterbälle, sondern auch Aufsteiger, Aufsteiger-Kopf und Meter- Schuss, was wir vorher noch nie gemeinsam geübt hatten und überhaupt erst seit kurzem können.

Wir waren eine geschlossene Mannschaft, haben ein souveränes Halbfinale und ein überragendes Endspiel abgeliefert. Das Training hatte sich also gelohnt!

Vor der Sachsenmeisterschaft müssen wir zwar noch ein bisschen üben, aber wenn wir mit derselben Stimmung, mit viel Spaß, Selbstvertrauen, Mut und Kampfgeist dort antreten, brauchen wir keine Angst vor den anderen Mannschaften zu haben.

Zur Siegerehrung wurden nicht nur der Bezirksmeister und die Platzierten geehrt, sondern auch die beste Spielerin, welche in diesem Jahr aus unseren Reihen kam. Die Wahl fiel auf Tanita Königsheim, die als einzige aus unserem Team schon in der Regionalliga spielt!

Gratulation an Grimma, unsere langjährigen Rivalen, sowie an Lok II, die ganz knapp an einer Medaille vorbeigeschlittert waren und sich Rang 4 sicherten. Ein Dankeschön gebührt auch Herrn Pabst und Herrn Möx.



Fragen an unseren U18-Trainer Lothar Möx.

War der Gewinn der Meisterschaft zu erwarten?
„Nachdem sich beide Mannschaften schon zweimal in den Vorrunden auf Augenhöhe gegenüber standen, wussten wir, Sieger wird der, der das bessere Gesamtpaket an diesem Tag hat."

Was war am Finaltag ausschlaggebend?
„Im ersten Satz erzielten wir ein klaren Start /Ziel-Sieg. Auch im zweiten Satz konnte der  Grimma dem Aufschlag und Angriffsdruck anfänglich wenig entgegen setzen. Erst in der zweiten Hälfte des Satzes kam Grimma ins Spiel und zeigte, was wir noch zu erwarten hatten. Im 3. Satz kam es, wie es so oft im Volleyball kommt, der Gegner spielt alles oder nichts. Schnell kamen wir in Rückstand und standen uns selbst in Weg. Mit zwei schnellen Auszeiten und mit der lautstarken Unterstützung der zahlreichen Fans am Spielfeldrand, kam die Engelsdorfer Lok wieder in Fahrt. Jetzt waren beide Teams im Spiel angekommen und es entwickelte sich ein würdiges Finale. Nach drei nicht genutzten Satzbällen mussten wir uns jedoch mit 26:28 geschlagen geben." 

Wie verkrafteten die Mädels diesen Satzverlust?
„In der Satzpause entwickelte sich ein richtig geiles Teamwork. Die Einwechselspieler puschten das Team und alle wollten nur eins, den dritten entscheidenden Satzgewinn. Die mitgereisten Eltern und Fans gaben alles, es entwickelte sich zum Heimspiel. Der 4 Satz war von beiden Seiten von viel Nervosität geprägt. Erst beim Spielstand 19:20 gab, wie im gesamten Spielverlauf, unser Aufschlagdruck die Entscheidung."

Wie lautet dein Fazit zur Meisterschaft?
„Ich habe schon einige Teams betreut, aber noch keins mit so vielen Emotionen. Jede Träne war es wert. Ich gratuliere dem Team zu der gezeigten Leistung."

Kommentar von Romy

Erstellt: 23. November 2011 09:15

Glückwunsch Mädels und viel Erfolg bei den Sachsenmeisterschaften Lächeln