Autor: Jan Zangrando; Erstellt: 4. Dezember 2011 02:50 ; zuletzt bearbeitet: 4. Dezember 2011 05:34
Nach den Niederlagen gegen Erfurt und den DSC mussten wir uns nun bereits zum dritten Mal zu Hause geschlagen geben, zwei Mal davon nach 5 Sätzen. Mit dem 2:3 (21,-20,-22,23,15) gegen den SSC Leipzig haben wir gestern Abend die Chance vergeben, uns ein wenig von unseren Verfolgern abzusetzen.
Dabei gelang uns in keinem der fünf Durchgänge das Spiel von vorn zu bestreiten. Immer wieder gerieten wir durch eine Reihe von vermeidbaren eigenen Fehlern ins Hintertreffen.
Während es uns in der Mitte des 1. Satzes noch gelang, den Rückstand in einen Vorsprung umzuwandeln, sollte uns dieses Kunststück in den beiden folgenden Durchgängen nicht mehr glücken.

Im 2. Durchgang kostete die 5-Punkte-Aufholjagd zum 20:20 so viel Kraft, dass uns zum Satzende hin die Puste ausging. Auch der folgende Satz wurde erst mit den letzten Ballwechseln entschieden, nachdem beim 19:19 noch beide Mannschaften die Möglichkeit zum Satzgewinn besessen hatten.
Im 4. Abschnitt hatte der SSC schnell einen 5-Punkte-Vorsprung erspielt (7:2, 14:9), den er lange Zeit verteidigte, bevor wir beim 22:22 ausgleichen und wenig später den Satz noch gewinnen konnten.
Auch der letzte Durchgang begann für uns alles andere als glücklich. Während wir nur wenige unserer Punktchancen konsequent nutzten, machte der SSC ausgehend von ihrer bekannt guten Abwehrarbeit mutig einen Punkt nach dem anderen. Das glücklichere Händchen besaß in dieser Phase eindeutig unser Gast, der beim 12:6 schon wie der sichere Sieger aussah. Doch wie schon in den bisherigen Saisonspielen wollten wir uns auch heuer nicht eher geschlagen geben, bis der letzte Pfiff des Schiedsrichters das Match beenden würde. Diese Einstellung hatte uns schon manchen Satz drehen lassen und auch gegen den SSC führte sie uns bis zum 13:13-Ausgleich.
Bei den letzten Ballwechseln allerdings fehlte uns dann in den Finalhandlungen das eine Mal der nötige Mut, den entfachten Angriffsdruck weiter hoch zu halten und den SSC so zu Fehlern zu zwingen. Das andere Mal ging uns dann die Übersicht verloren und so haben wir die "Schmetterlinge" mit unseren gepritschten Bällen übers Netz zum Gegenangriff geradezu aufgefordert. Eine Einladung, die die Gäste letztlich nicht ausschlagen konnten.
Nun gilt es im nächsten Heimspiel das verloren gegangene Terrain zurückzuerobern und mit einem Sieg den Grundstein dafür zu legen, dass wir auf dem 4. Tabellenplatz Weihnachten feiern können. Am kommenden Samstag erwarten wir ab 20 Uhr den TSV Leipzig und eine Woche später den VC Olympia Dresden.
Fotos: H.D.Koch
