Autor: Katja "Weißi" W.; Erstellt: 30. Januar 2012 16:30 ; zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2012 16:43
Die Volleyballerinnen vom SSC Leipzig konnten sich am Samstag für die 1:3-Heimpleite gegen den HSV Weimar aus der Hinrunde mit einem 3:0 Auswärtserfolg mehr als revanchieren. Mit Kampfgeist und einem zügellosen Siegeswillen gingen sie in die Partie und machten bereits frühzeitig ihre Ansprüche auf den heutigen Tageserfolg deutlich. 74 Minuten nach dem Anpfiff dann die Gewissheit nach einer unglücklichen Tie-Break-Niederlage gegen den TSV Leipzig 76, guten Leistungen gegen den Dresdner SC II und das SWE Volley Team Erfurt nun endlich den ersten zählbaren Erfolg im neuen Jahr 2012 erkämpft zu haben.
Zu Beginn des ersten Durchgangs tasteten sich beide Teams noch vorsichtig heran. Bis zum 12:12 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Doch dann ließ Weimar nach und der SSC Leipzig nutzte die Gelegenheit sich einen 3-Punkte-Vorsprung zu sichern. Besonders unsere kleinsten Angreiferinnen wussten sich hervorragend gegen den groß gewachsenen Weimarer Block durchzusetzen und heimsten unzählige direkte Punkte für den SSCL ein. Darüber hinaus verzweifelte auch die gegnerische Abwehr zunehmend an unserem variablen Angriffsspiel, sodass beim 23:17 mancher bereits an den ersten Leipziger Satzerfolg des Tages glaubte. Wohl zu früh gefreut, denn Weimar kam noch einmal auf 23:23 heran, da wurden die auch vom bisherigen Spielverlauf durchaus überraschten Leipzigerinnen nervös. Doch dies hielt nicht lange an, unsere Topscorer machten kurzen Prozess und schickten Weimar mit einem 25:23 in die Satzpause.
Der zweite Durchgang entwickelte sich bereits frühzeitig zu einer klaren Angelegenheit, schnell wussten die Schmetterlinge ihre Stärken auszuspielen. Unsere Außenangreifer punkteten nach Belieben, über die Mittelposition fand der Ball allmählich nun auch den Weg aufs gegnerische Parkett und man konnte sogar einige Blockpunkte feiern. Druckvolle Aufschläge machten es obendrein der Weimarer Annahme schwer den Ball zuspielerfreundlich nach vorn zu bringen. Weimar hatte unserem Spiel nicht viel entgegen zu setzen und musste sich mit einem zwischenzeitlichen 8-Punkte-Rückstand zufrieden geben. Der Versuch von HSV-Trainer Mosig durch Spielerwechsel das Unheil abzuwenden sowie Weimars Leistungssteigerung am Ende des Satzes blieb ohne Erfolg, beim 25:18 waren die Schmetterlinge aus Leipzig dem ersehnten Spielgewinn wieder ein Schritt näher.
Oft sind wir nach solch einer Leistung im dritten Satz eingebrochen, oft haben wir uns noch die Butter vom Brot nehmen lassen um dann nach einem zähen 3. und 4. verlorenen Satz im Tie Break doch noch den Kürzeren zu ziehen. Weimar startete motiviert, war es doch die letzte Chance die zahlenden 70 Zuschauer in der Weimarer Asbach-Halle nicht zu enttäuschen.
So gerieten die Sächsinnen frühzeitig in Rückstand, konnten jedoch immer wieder an die stärker werdenden Weimarerinnen heran kommen. Trotz der nun einsetzenden lautstarken Unterstützung von den Zuschauerrängen konnten sich die HSV-Damen nie gravierend absetzen. Pünktlich zur entscheidenden Satzphase drehten die Schmetterlinge nochmals auf, Weimar leistete sich hingegen leichte Abstimmungsfehler und musste beim Stand von 24:20 mit ansehen, wie Nicole am Aufschlag den Ball ins Netz beförderte! Schlimm für Nicole, dass sie nun 13 Getränke spendieren muss, jedoch gut für die Weimarer Mannschaft, die damit noch eine Chance auf den Satzerfolg erhielt. Der darauffolgende Punktgewinn ging jedoch wiedermal an den SSC Leipzig, woraufhin die Schmetterlinge nun vollends ihren Emotionen freien Lauf ließen und diesen schönen, vom Team- und Kampfgeist betonten Sieg ausgelassen bejubelten!
Damit hatte wohl im Vorfeld niemand gerechnet. Schon gar nicht die Thüringer Presse, über die der Weimarer Trainer Stefan Mosig vor der Partie verlautbaren ließ, dass der SSC Leipzig als Achtplatzierter der aktuellen Tabelle kein allzu schwerer Gegner sei.
Dabei hatte er wohl die Rechnung ohne die 12 angereisten SSCLerinnen und ihren Trainer Lutz gemacht, die siegeshungrig wie schon lang nicht mehr von der ersten Ballberührung bis hin zum viel umjubelten Matchball all ihr Können in die Waagschale warfen und schließlich mit einem 3:0-Auswärtssieg verdeutlichten, dass man sie nicht unterschätzen sollte.
Gleiches gilt jedoch auch für uns: am kommenden Samstag machen sich die Damen vom Tabellenletzten Geraer VC auf die Reise nach Leipzig, im Gepäck ihre neue texanische Verstärkung, auf die wir alle schon sehr gespannt sind. Diese Regionalligasaison ist immer für eine Überraschung gut! Im Hinspiel konnten wir sie noch mit 3:2 knapp bezwingen, wir hoffen, dass wir auch diesmal wieder mit leidenschaftlichem Volleyball zu überzeugen wissen! Wir würden uns freuen, wenn uns dabei möglichst viele lautstark unterstützen - wir sehen uns am Samstag (04.02.) um 19.30 Uhr in Engelsdorf!
